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Tipps für Yoga-Anfänger: Was du wissen solltest, wenn du mit Yoga anfängst

22. November 2020 in Yoga Praxis

Möchtest du mit Yoga anfangen – oder endlich dabei bleiben? Dann lass mich dir ein paar Dinge verraten, die dir das Leben vieeeel leichter machen werden. Viele starten mit hohen Erwartungen an sich selbst, machen sich Druck durch Vorstellungen, wie etwas zu sein hat, oder stehen sich schlicht selbst im Weg. Früher oder später führt das zu Frust und dazu, dass du wieder aufhörst. Das wäre doch schade, oder? Und es geht auch einfacher.

Ich mache jetzt seit etwa 5 Jahren Yoga und bin dabei durch einige Höhen und Tiefen gegangen. Was ich auf diesem Weg gelernt habe,

um motiviert zu bleiben und

mehr Spaß beim Yoga zu haben,

möchte ich hier mit dir teilen.

Was ich als Yoga-Anfänger gern gewusst hätte

1. Finde die Yogalehrerin oder den Lehrer, die gut zu dir passen

Klar, jeder Yoga-Stil ist anders. Aber auch jede:r Lehrer:in hat eine andere Art zu unterrichten. Gerade am Anfang ist es wichtig, dass du eine Yogalehrerin oder einen Lehrer findest, bei dem dir die Stunden Spaß machen.

Wenn es laute elektronische Musik und schnelle Bewegungen sind – perfekt. Wenn es eine ruhige Stimme und viel Raum zum Nachspüren sind – auch. Ob online oder offline: Probiere verschiedene Leher:innen aus und schaue, was dir gefällt. (Nicht nur, was angesagt ist oder besser aussieht.)

2. Sei nett zu dir

Du kannst deine Zehen nicht berühren oder nicht in den Kopfstand kommen? So what?! Beim Yoga geht es um deine eigene Reise und was du auf dem Weg lernst. Zum Beispiel Akzeptanz und Selbstliebe. Alles ist gut so, wie es jetzt ist. Es kommt nicht auf die Form an, auf die „perfekte“ Pose – sondern darauf, wie du in dieser Pose bist. Am besten ruhig, stabil – und weiteratmend.

3. Vergleiche dich nicht

„Jeder bleibt auf seiner Matte.“ Vielleicht hast du diesen Satz schon einmal gehört. Er ist schnell dahingesagt, aber die Botschaft ist wirklich wertvoll: Schaue nicht, was die anderen auf ihrer Matte treiben. Vergleiche dich nicht mit ihnen.

Ma abgesehen davon, dass du genau so richtig bist, wie du bist (siehe oben), hat jeder seine eigene Reise und seinen eigenen Zeitplan. Und die lassen sich nicht vergleichen.

Zum einen, weil die Person neben dir vielleicht schon seit Jahren Yoga übt. Zum Anderen – und das trifft auch noch zu, wenn du schon ein Yoga-Profi bist – weil jeder Körper anders ist. Die Anatomie, der energetische Körper, individuelle Stärken und Schwächen: Das alles hat einen Einfluss und ist bei jeder Person einzigartig.

4. Pushe dich nicht zu sehr

Wenn du eine Pose unbedingt schaffen möchtest oder gerade einfach im Flow bist, passiert es schnell: Du pushst dich zu sehr und fängst dir eine Verletzung ein. Überdehnte Hamstrings, Knieschmerzen, Schulterprobleme oder blaue Flecken – das ist alles nicht selten.

Meist liegt es an zu viel Ehrgeiz. Dem Willen, einem bestimmten Bild oder eigenen Erwartungen zu entsprechen. Doch das hilft uns im Yoga nicht weiter.

Ich habe mir auch schon die Hamstrings und Innenschenkel überdehnt, den Ellenbogen verletzt und einen Hexenschuss geholt. Aus solchen Verletzungen kann man immer auch viel lernen, ja. Aber gerade schwerere und langfristige Verletzungen kannst du dir getrost sparen. 😉 Sei stattdessen achtsam mit deinem Körper und gib dir die Zeit, die du brauchst.

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5. Traue dich, weiterzugehen

Auf der anderen Seite… hilft es deiner Praxis auch sehr, nicht nur in deiner Comfort Zone zu bleiben. Ich bin meinen Lehrer:innen unglaublich dankbar, dass sie mich immer ermutigt haben, Neues zu probieren und meine Grenzen austesten. Wohlgemerkt: Sie waren erfahrene Lehrerinnen und kannten meinen Körper gut. Sie konnten also richtig einschätzen, wo sie mich noch etwas pushen dürfen.

Als Ashtanga-Lehrer:innen waren sie dabei recht streng, aber gleichzeitig liebevoll. Das hat mich schneller voran gebracht und mir Vertrauen in mich selbst gegeben. Allein hätte ich viele Schritte nicht genommen und vielleicht irgendwann frustriert aufgehört. Ein gesunder Ehrgeiz (oder besser Neugier und Offenheit?) gibt deiner Praxis die richtige Würze.

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6. Probier’s mal mit Yoga-Philosophie

Das steht am Anfang vielleicht nicht ganz oben auf deiner Prioritäten-Liste. Aber hey, am nächsten gemütlichen Sonntag, schau doch einfach mal rein. Es lohnt sich! Yoga ist so viel mehr als exotische Körperhaltungen. Richtig spannend wird es in der Philosophie dahinter. Sie kann dir interessante Denkanstöße geben und dir helfen, dein Leben mit neuen Augen zu sehen.

Dieses Buch kann ich dir zum Einstieg in die Yoga-Philosophie empfehlen. Bettina Schuler erklärt darin den achtgliedrigen Pfad nach Patanjali – und wie wir ihn in unserem modernen Alltag leben können. Perfekt für Yoga-Anfänger:

Think the Yoga Way* von Bettina Schuler

Hast du eher Lust auf einen Film? Bei YogaMeHome habe ich beliebte Yoga Filme und Dokumentationen gesammelt, schau mal hier: Yoga Filme und Dokus: Eure Favoriten

7. Hab Geduld und erwarte nicht zu viel

Und der wichtigste Tipp für Yoga-Anfänger:innen (und Fortgeschrittene): Bleib dran und hab Geduld. Yoga ist wirklich eine Reise. Und auf der wirst du immer wieder neue Herausforderungen und Durchbrüche haben, Altes loslassen und Neues über dich lernen. Wenn du lang und ernsthaft genug dabei bleibst.

Practice, practice and all is coming.

Sagte schon Ashtanga-Begründer Pattabhi Jois – und ging damit bestimmt einigen Schülern auf die Nerven, wenn sie schneller vorankommen wollten. 😉 Aber er hat Recht. Ob die Asana, die du unbedingt lernen willst, oder innerer Frieden – alles kommt irgendwann, wenn du weiterübst!

Das fällt dir noch schwer? Dann schau mal hier: Regelmäßig Yoga üben: So schaffst du es, dran zu bleiben

Auf der Suche nach einer schönen Yoga-Matte?

Meine Favoriten findest du hier: (Ich übe seit 4 Jahren glücklich auf meiner Jade-Matte)


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Elena

Ich helfe dir, dich rundum gut zu fühlen – mit Yoga! Denn es gibt uns alle Tools, um uns selbst zu finden und frei und gesund zu leben.

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